Vielmehr wurde deutlich vor Augen geführt, dass diese Zeit offene Wunden
auch in St. Pölten und Umgebung hinterlassen hat.
Die ehemaligen Gefangenen- und Zwangsarbeiterlager und Massengräber in der
Umgebung der Viehofner Seen und des Ratzersdorfer Sees,
sowie gegenüber des Glanzstoff-Areals sind noch immer vielen Menschen in St.
Pölten unbekannt.
Das Vermittlungsangebot der Ausstellung Blick in den Schatten stellt eine
Frage in ihren Mittelpunkt:
"Was hat das mit mir zu tun?"
Von dieser Frage ausgehend und vor dem Hintergrund von gegenwärtig
erstarkendem Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
setzten sich Schüler:innen und Vermittler:innen mit selbst gewählten Teilen
der Ausstellung auseinander.
Sie diskutierten demokratiepolitische Themen, machten sich auf die Suche
nach Handlungsräumen im Hier und Jetzt
und aktualisieren auf diese Weise Geschichte.

Die Jugendlichen hatten nun einen Einblick, wie in der Stadt zu verschiedenen Anlässen an diese Zeit erinnert wird.
In einem abschließenden Workshop wurden die eigenen Ideen,
wie Erinnerungspolitik und Erinnerungskultur gestaltet werden kann
besprochen.

Wir danken Frau Martina Luef vom Kulturvermittlungsteam, die die Geschichte
und deren Auswirkungen lebendig und nachhaltig erfahrbar gemacht hat,
und den publizierten Gedanken „Erinnerung Heute, Verantwortung für Morgen“
unseren Schülerinnen und Schülern näher brachte.